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Deckendurchbruch und Brandabschottung vor dem Schließen

10-25-Minuten-Kontrolle von Deckendurchbrüchen, Installationsdurchführungen und Abschottungssystemen, bevor Decke, Schacht, Unterdecke oder Verkleidung geschlossen wird.

6 Punkte zu prüfen

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Diese Checklisten befinden sich in der Entwicklung und Testphase. Die Informationen dienen nur als Referenz und ersetzen keine professionelle Beratung. Die Daten können Ungenauigkeiten enthalten. Konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann.

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Für eine vollständige Inspektion sollten Sie auch Folgendes berücksichtigen:

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Brandanforderung je Deckendurchbruch ist geklaert

Kritischer Punkt

Die erforderliche Feuerwiderstandsfähigkeit ergibt sich aus LBO, Brandschutzkonzept, Ausführungsplänen und ggf. Sonderbauvorgaben. Leitungen durch raumabschließende Bauteile mit Brandschutzanforderung dürfen die Brandausbreitung nicht unkontrolliert ermöglichen; die konkrete Loesung muss objektbezogen freigegeben sein.

Verwendbarkeitsnachweis passt zum eingebauten System

Kritischer Punkt

Abschottungen sind in Deutschland systemgebundene Bauarten. Je nach Produkt und Bauart kommen abZ, aBG, abP, ETA mit Leistungserklaerung und zusaetzliche nationale Anforderungen in Betracht. Entscheidend ist nicht nur das Produkt, sondern der im Nachweis beschriebene Einbau in genau diesem Bauteil.

Durchbruchgeometrie und Randbedingungen stimmen

Kritischer Punkt

Der Systemnachweis legt Randbedingungen wie Bauteildicke, Öffnungsgröße, Ringspalt, Mindestabstände, Gruppierungen und Untergrundvorbereitung fest. Werden diese Grenzen verlassen, ist die Abschottung nicht automatisch durch den Nachweis gedeckt.

Leitungen, Dämmung und Mischbelegung sind richtig erfasst

Kritischer Punkt

MLAR/LAR und Systemnachweis unterscheiden unter anderem elektrische Leitungen, Kabelbündel, Leerrohre, brennbare und nichtbrennbare Rohrleitungen, gedämmte Leitungen, Mischinstallationen und Sonderfälle wie Bodenablaeufe oder Lüftung. Jede belegte Leitung muss im Anwendungsbereich des Schotts enthalten sein.

Abschottung ist systemtreu und vollständig eingebaut

Kritischer Punkt

Die Feuerwiderstandsleistung hängt vom kompletten Systemaufbau ab: Material, Schichtdicke, Stopftiefe, Mineralwollqualität, Beschichtung, Brandschutzmörtel, Manschetten, Befestigungen, Einbauseite und Aushartezeiten. Austauschprodukte oder Abkürzungen sind nur zulässig, wenn der Nachweis sie ausdrücklich deckt.

Kennzeichnung und Freigabe sind vor dem Schließen dokumentiert

Kritischer Punkt

Vor dem Verkleiden muss nachvollziehbar sein, welches Schott wo eingebaut wurde, welcher Nachweis gilt und ob erforderliche Abnahmen oder Eigenkontrollen erfolgt sind. Objektbezogene Vorgaben aus Brandschutzkonzept, LBO/LAR, Fachbauleitung oder Prüfsachverstaendigem gehen vor.

Diese Checkliste ist für Deutschland als enge Sicht- und Dokumentenprüfung vor dem Verdecken gedacht. Sie ersetzt keine Brandschutzplanung und keine bauaufsichtliche Abnahme. Maßgeblich sind Bauort, jeweilige Landesbauordnung, eingeführte Technische Baubestimmungen, Brandschutzkonzept, Schottplan und der konkrete Verwendbarkeits- oder Anwendbarkeitsnachweis des Systems.

Bezugsnormen und Nachweise

  • Jeweilige Landesbauordnung und objektbezogene Vorgaben; MBO nur als Musterrahmen
  • Brandschutzkonzept, Ausführungspläne, Schottplan, Durchbruch- und TGA-Planung
  • MLAR bzw. im Bundesland eingeführte LAR für Leitungsanlagen
  • MVV TB bzw. eingeführte Technische Baubestimmungen des Bundeslands
  • abZ, aBG, abP, ETA, Leistungserklaerung und Hersteller-Montageanleitung nur im passenden Anwendungsbereich
  • DIN EN 1366-3 und ggf. DIN 4102-Reihe, soweit im Nachweis oder Projekt gefordert
  • Werkzeuge

  • Freigegebener Planstand, Brandschutzkonzept, Schottliste und Produktnachweise
  • Maßband, Taschenlampe, Kamera, Marker, Etiketten oder Schottkennzeichnung
  • Hersteller-Montageanleitung mit Details für Decke, Rohr/Kabel, Dämmung, Ringspalt, Abstände und Befestigung