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Luftdichtheit am Fensteranschluss vor dem Schließen prüfen

10-25-Minuten-Prüfung der raumseitigen Luftdichtheit an Fenstern und Außentüren, bevor Leibung, Putz oder Dämmung geschlossen werden.

8 Punkte zu prüfen

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Diese Checklisten befinden sich in der Entwicklung und Testphase. Die Informationen dienen nur als Referenz und ersetzen keine professionelle Beratung. Die Daten können Ungenauigkeiten enthalten. Konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann.

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Für eine vollständige Inspektion sollten Sie auch Folgendes berücksichtigen:

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Luftdichtheitsebene und Anschlussdetail sind geklaert

Kritischer Punkt

GEG und DIN 4108-7 verlangen eine dauerhaft luftundurchlaessige Gebäudehülle nach anerkannten Regeln der Technik. Am Fensteranschluss muss deshalb klar sein, wo die raumseitige Luftdichtheitsebene verläuft und welches Anschlussdetail für Wand, Fenster, Leibung und späteren Putz oder Ausbau freigegeben ist.

Leibungsuntergrund ist tragfähig, sauber und systemgerecht vorbereitet

Kritischer Punkt

DIN 4108-7 und die Herstellerunterlagen setzen einen geeigneten Untergrund für dauerhafte luftdichte Anschlüsse voraus. Ob Glattstrich, Primer, Voranstrich, Spachtelung oder ein anderer Untergrundaufbau erforderlich ist, hängt vom Wandbildner und vom Anschlussprodukt ab.

Raumseitiger Anschluss ist umlaufend luftdicht ausgeführt

Kritischer Punkt

Die raumseitige Fensteranschlussfuge muss in die Luftdichtheitsebene der Außenwand eingebunden sein. Der ift/RAL-Montageleitfaden kann als technische Arbeitshilfe dienen; maßgeblich bleiben freigegebene Planung, DIN 4108-7 und die Systemunterlagen des verwendeten Produkts.

Ecken, Stöße und Übergänge sind geschlossen

Kritischer Punkt

Luftdichtheit nach DIN 4108-7 ist eine durchgehende Funktionsebene. Gerade Ecken, Stöße, Materialwechsel und Übergänge zwischen Band, Folie, Putzprofil, Flüssigdichtung und Rahmen müssen systemgerecht verbunden sein.

Unterer Anschluss, Schwelle und Fensterbankprofil sind nicht die Leckstelle

Kritischer Punkt

Der untere Fenster- oder Türanschluss muss luftdicht in die Gebäudehülle eingebunden werden und zugleich mit Entwaesserung, Schlagregenschutz, Wärmeschutz und späterer Fensterbank- oder Schwellenkonstruktion zusammenpassen. Die genaue Loesung hängt stark von Planung und System ab.

Anschlussmaterialien passen zueinander und zum späteren Ausbau

DIN 4108-7 beschreibt die Luftdichtheitsfunktion, die Dauerhaftigkeit ergibt sich aber wesentlich aus freigegebenem Systemaufbau und Verarbeitung. Produktdatenblätter und Montageanleitungen legen fest, ob Band, Folie, Kleber, Primer, Putzträger, Dichtstoff oder Flüssigabdichtung miteinander und mit dem Untergrund kompatibel sind.

Nebenanschlüsse und Durchdringungen sind luftdicht mitgedacht

Kritischer Punkt

Die Luftdichtheitsebene muss auch an angrenzenden Einbauteilen und Durchdringungen fortgefuehrt werden. DIN 4108-7 betrifft nicht nur die Hauptfuge, sondern die gesamte durchgehende Luftdichtheitslinie am Bauteilanschluss.

Prüfung ist vor dem Verdecken dokumentiert

Die Detailqualitaet muss vor dem Schließen der Leibung nachvollziehbar sein. DIN EN ISO 9972 betrifft eine Gebäude-Luftdichtheitsmessung und DIN EN 12114 Laborprüfungen von Bauteilen; beide ersetzen nicht die fotografische und planerische Detailkontrolle der konkreten Fensteranschlussfuge.

Diese Checkliste ist für die kurze Sicht- und Plausibilitätsprüfung eines Fensters oder einer Außentür in der Außenwand gedacht. Geprüft wird die Fensteranschlussfuge vor dem Verdecken durch Innenputz, Trockenbau-Leibung, WDVS-Anschluss oder Dämmung. Im Fokus stehen Luftdichtheitsebene, Anschlussband/Folie, flüssige Abdichtung, Untergrund, Ecken, Schwellenbereich und Dokumentation. Sie ersetzt keine komplette Fenstermontageprüfung, keine Befestigungsstatik und keine bauphysikalische Detailplanung.

Bezugsnormen und Unterlagen

  • GEG-Anforderung an eine dauerhaft luftundurchlaessige wärmeübertragende Umfassungsflaeche nach anerkannten Regeln der Technik
  • DIN 4108-7 für Luftdichtheit von Gebäuden, Luftdichtheitskonzept, Planung und Ausführung
  • DIN EN ISO 9972 nur für die Gebäude-Luftdichtheitsmessung, nicht als Ersatz für die Detailprüfung am einzelnen Anschluss
  • DIN EN 12114 nur, wenn Produkt- oder Systemnachweise zur Luftdurchlaessigkeit von Bauteilen herangezogen werden
  • ift/RAL-Montageleitfaden konservativ als technische Planungshilfe für Anschlussfugen, Abdichtung, Dämmung und Befestigung
  • Ausführungsdetail, Fensterliste, Anschlussdetail, LV, Produktdatenblätter und Montageanleitungen des gewählten Systems
  • Werkzeuge

  • Freigegebener Planstand, Anschlussdetail und Hersteller-Systemunterlagen
  • Taschenlampe, Kamera, Marker, Maßband, ggf. Anpressrolle nach System
  • Notizliste für offene Fehlstellen vor Putz, Leibungsverkleidung oder Dämmung