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Inspektion der Wasserenthärtungsanlage

Checkliste zur Inspektion der Installation einer Wasserenthärtungsanlage gemäß DIN 1986.

7 Punkte zu prüfen

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Diese Checklisten befinden sich in der Entwicklung und Testphase. Die Informationen dienen nur als Referenz und ersetzen keine professionelle Beratung. Die Daten können Ungenauigkeiten enthalten. Konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann.

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Wasserprüfung und Dimensionierung

Kritischer Punkt

Gemäß WQA-Richtlinien muss die Wasserhärte vor der Installation geprüft werden, um die Enthärtungsanlage korrekt zu dimensionieren. Die Härte wird in deutschen Härtegraden (°dH) gemessen — ab ca. 14 °dH ist eine Enthärtungsanlage in der Regel sinnvoll. Die Anlage muss auf den Wasserverbrauch des Haushalts (durchschnittlich ca. 120 Liter pro Person und Tag) und den Härtegrad ausgelegt sein. Das Gerät muss nach NSF/ANSI 44 zertifiziert sein.

Aufstellort und Platzierung

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 muss die Wasserenthärtungsanlage auf einer ebenen Fläche in der Nähe des Hauswasseranschlusses installiert werden — vor dem Warmwasserbereiter, aber nach den Außenwasserhähnen (Außenzapfstellen sollten unenthärtetes Wasser erhalten). Eine geeignete Entwässerung für das Regenerationsabwasser muss vorhanden sein. Mindestens 3 m Ablaufleitung, maximal 10 m bis zum Bodenablauf.

Rohrleitungsanschlüsse

Kritischer Punkt

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 müssen die Anschlüsse mit zugelassenen Materialien (Kupfer, CPVC, PEX) ausgeführt werden. Ein Bypass-Ventil muss installiert werden, um die Wasserversorgung während der Wartung sicherzustellen. Alle Verbindungen müssen dicht und ordnungsgemäß abgestützt sein. Ein- und Auslass dürfen nicht vertauscht werden. Der Wasserdruck darf die Nennleistung der Anlage nicht überschreiten (in der Regel max. 8,5 bar).

Ablauf- und Überlaufanschlüsse

Kritischer Punkt

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 muss der Ablauf der Enthärtungsanlage über einen freien Auslauf (Lufttrennung) entwässern, um Rückfluss zu verhindern (in der Regel doppelter Ablaufrohrdurchmesser über der Hochwasserlinie des Aufnahmebeckens). Die Ablaufleitung muss aus starrem oder verstärktem Schlauch bestehen (nicht knickbar). Der Überlaufanschluss muss verrohrt sein, um Wasserschäden bei Überfüllung des Solebehälters zu verhindern. Die Einleitung in Kleinkläranlagen ist in einigen Gebieten nicht zulässig.

Solebehälter-Einrichtung

Gemäß Herstellerangaben muss der Solebehälter mit der richtigen Salzart befüllt werden (Tabletten oder Kristalle — kein Steinsalz). Der Salzstand sollte mindestens 1/3 betragen, aber nicht über den Wasserstand gepackt werden. Der Solebehälter muss sauber und frei von Salzbrücken oder Salzbrei sein. Der Sicherheitsschwimmer muss funktionsfähig sein, um ein Überlaufen zu verhindern.

Programmierung und Einstellungen

Gemäß Herstellerangaben muss das Steuerventil der Enthärtungsanlage programmiert werden für: Wasserhärte (°dH), Harzkapazität, Anzahl der Bewohner und Regenerationsplan. Bedarfsgesteuerte Regeneration wird gegenüber zeitgesteuerter bevorzugt (spart Salz und Wasser). Die Regenerationszeit sollte auf einen verbrauchsarmen Zeitraum eingestellt werden (in der Regel 2:00 Uhr nachts).

Prüfung und Inbetriebnahme

Kritischer Punkt

Gemäß NSF/ANSI 44 und Herstelleranweisungen muss die installierte Enthärtungsanlage auf ordnungsgemäße Funktion geprüft werden. Die Wasserhärte nach der Installation sollte 0–1 °dH betragen. Ein vollständiger manueller Regenerationszyklus muss durchgeführt werden, um alle Phasen zu prüfen: Füllen, Besolen, Solespülung, Rückspülung und Schnellspülung. Alle Verbindungen müssen dicht sein.

Checkliste zur Inspektion der Installation einer Wasserenthärtungsanlage gemäß DIN 1986.

Referenznormen

  • DIN 1986 und DIN EN 12056 — Deutsche Sanitärnormen
  • EN 14743 — Leistung von Wasserenthärtungsanlagen
  • DVGW — Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches
  • Benötigte Werkzeuge

  • Wasserhärte-Testkit
  • TDS-Messgerät (gelöste Feststoffe)
  • Rohrzange
  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Eimer (für Ablauftests)