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Inspektion der Wasserdruckprüfung

Checkliste zur Wasserdruckprüfung gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 vor dem Schließen von Wänden und Decken.

5 Punkte zu prüfen

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Diese Checklisten befinden sich in der Entwicklung und Testphase. Die Informationen dienen nur als Referenz und ersetzen keine professionelle Beratung. Die Daten können Ungenauigkeiten enthalten. Konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann.

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Prüfungsvorbereitung

Kritischer Punkt

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 müssen alle neuen oder reparierten Trinkwasserleitungen vor dem Verdecken einer Druckprüfung unterzogen werden. Alle Entnahmestellenanschlüsse müssen abgestopft oder verschlossen sein. Das System muss langsam mit Wasser gefüllt werden, um Luft zu entfernen. Das Prüfmanometer muss kalibriert und genau sein. Die Temperatur muss während der Prüfung stabil sein (Wärmeausdehnung beeinflusst die Messwerte).

Druckprüfung der Versorgungsleitungen

Kritischer Punkt

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 muss der Prüfdruck der Wasserversorgung mindestens das 1,5-fache des Betriebsdrucks oder 3,5 bar über dem Betriebsdruck betragen (je nachdem, was höher ist) und für mindestens 15 Minuten gehalten werden (einige Zuständigkeitsbereiche fordern 2 Stunden). Kein Druckabfall ist zulässig. Der Betriebsdruck liegt in Wohngebäuden in der Regel bei 2,8–5,5 bar.

Prüfung des Abwassersystems (DWV)

Kritischer Punkt

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 muss das Abwassersystem entweder durch eine Wasserprüfung (bis zum höchsten Punkt füllen, mindestens 3 m Wassersäule, 15 Minuten halten) oder eine Luftdruckprüfung (0,35 bar, 15 Minuten halten — kein Druckabfall) geprüft werden. Die Wasserprüfung ist der Goldstandard, aber die Luftdruckprüfung ist praxistauglicher. Alle Reinigungsöffnungen müssen eingebaut und verschlossen sein. Die Prüfung muss vor dem Verdecken erfolgen.

Gasleitungs-Druckprüfung

Kritischer Punkt

Gemäß TRGI 2018 müssen neue Gasleitungen mit mindestens 0,2 bar (einige Zuständigkeitsbereiche fordern 0,7–1,0 bar) für mindestens 10 Minuten druckgeprüft werden. Das Prüfmedium muss Luft oder Stickstoff sein — niemals Gas für die Prüfung verwenden. Die Prüfung muss einen Druckabfall von null bestätigen. Alle Geräteanschlüsse müssen während der Prüfung getrennt und verschlossen sein.

Dokumentation und Abnahme

Kritischer Punkt

Gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 sowie örtlichen Bauvorschriften müssen alle Druckprüfungsergebnisse dokumentiert und vom Sanitär-Sachverständigen oder der zuständigen Behörde begleitet werden. Nicht bestandene Prüfungen müssen nach Reparatur erneut geprüft werden. Bestandene Prüfungen müssen protokolliert sein, bevor Wände, Decken oder Böden geschlossen werden dürfen. Prüfprotokolle sollten für die gesamte Lebensdauer des Gebäudes aufbewahrt werden.

Checkliste zur Wasserdruckprüfung gemäß DIN 1986 und DIN EN 12056 vor dem Schließen von Wänden und Decken.

Referenznormen

  • DIN 1986 und DIN EN 12056 — Deutsche Sanitärnormen
  • EN 805 — Rohrleitungsprüfnormen
  • Örtliche Ergänzungen zur Sanitärvorschrift
  • Benötigte Werkzeuge

  • Druckprüfmanometer (0–14 bar)
  • Druckpumpe (Hand- oder Elektrobetrieb)
  • Rohrkappen und Verschlussstopfen
  • Teflonband
  • Eimer und Handtücher